Wir stellen regelmäßig Arbeiten von Künstlern der Region in unseren Räumlichkeiten aus.

Johannes Donner in der Tüschenbroicher Mühle

Spannung, Entspannung, Vergänglichkeit und Spuren der Zeit – Mit diesen Begriffen können die Werke von Johannes Donner umschrieben werden. […] Der innovative Umgang mit dem Bildträger führt Johannes Donner immer wieder zu neuen Experimenten.

Sein jüngstes Experiment sind Bilder, die assoziativ mal an verbrannte Erde und Naturexplosionen erinnern, im weitesten Sinne an die Vergänglichkeit von Landschaften. Um diese Wirkung zu erzielen, stellt der Künstler selber die Farben aus reinen Pigmenten und Öl her, die er dann immer wieder auf- und abträgt. Doch die eigentliche Spannung wird erzeugt durch den Auftrag einer Marmormehl- oder Sumpfkalkmasse, die beim Trocknen reißt. Feine und grobe Adern entstehen in den Bildern, explosionsartige sich aufladende Spannungsfelder in tiefen satten Farbtönen.

Eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit findet statt, so wie bei seinen Werken „Spuren der Zeit“.

Es handelt sich um Acryl- oder Ölbilder, die mit Materialien wie Quarzsand, Rost und Wachs bearbeitet werden. Collageartig werden verwitterte Metallplatten, die Johannes Donner auch mal in einzelne Teile schneidet, biegt oder knickt eingefügt. Diese „Spuren der Zeit“ stehen für Vergänglichkeit, Zersetzung und Alterungsprozesse, sind bisweilen Spiegelbild der eigenen Gefühle, des eigenen Denkens und der eigenen Existenz. Denn wie Johannes Donner sagt: „Die Zeit hinterlässt bei allem und jedem seine Spuren, alles verändert sich.“

Eva Lehmann-Weingärtner, M.A.
(Kunsthistorikerin)